"Der Rocker, der Teufel und der Engel"

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"Der Rocker, der Teufel und der Engel"

Beitrag von Naama am Mo 14 Apr 2008, 18:28

Es gab einen Tag, den Rufus Humphrey gerne aus seinem Gedächtnis gestrichen hätte. Es war nicht einmal der Tag, an dem Lily ihre Verlobung mit dem reichen und ekelhaften Bart Bass verkündet hatte. Auch nicht die Nachricht, dass beide auf Mauritius geheiratet hatten - nur im Beisein ihrer Kinder.
Es war einfach der Tag, der verfluchte Tag, an dem er Lilian Rhodes kennen gelernt hatte. Nun hieß sie nicht einmal mehr van der Woodsen, ihr Mann hatte sie dazu gedrängt, seinen Namen anzunehmen.

Lilian Bass... Rufus fand diesen Namen so lächerlich, wie er seit längerer Zeit die Liebe lächerlich fand.
Wenigstens hatte sich Lily endlich wirklich entschieden und er brauchte sich keine Hoffnungen mehr zu machen. Zu oft hatte sie ihre Spielchen mit ihm gespielt und zu oft hatte er sich als Kummerkasten und Fußabtreter für sie missbrauchen lassen. Er hatte danach zwar einige Dates mit Bex und einer schnellen (Null-) Nummer namens Cassandra, aber auch das waren nur Frauen gewesen, die ihn ausgenutzt hatten und sich nun sicherlich über ihn lustig machten.

“Dad, du kommst mit deinem Löffel bald in Timbuktu raus, wenn du deinen Kaffee weiter so heftig rührst!”

Die Stimme seines Sohnes holte den enttäuschten Mann wieder in die Realität und Gegenwart zurück. Rufus murmelte etwas Unverständliches und trank einen ungenießbaren und eiskalten Kaffee mit einem Schluck aus. Jenny und Dan warfen sich besorgte Blicke zu und waren sich schon längst einig, dass etwas mit ihrem Vater geschehen musste. Früher war er immer so fröhlich gewesen, trotz seiner schlechten Erfahrungen mit Lily und auch mit seiner Exfrau Alison. Aber jetzt lief er nur noch depressiv durch die Gegend herum.

“Dad, hast du eigentlich gestern deine Platte auf dem Markt bekommen? Du weißt schon, deine Rarität!”

“Weiber!”, war die erstaunlich knappe Antwort des Vaters auf die gutgemeinte Frage von Dan, der nicht verstand, was das eine mit dem anderen zu tun hatte.

Jenny aber war schon aufgeklärt (in jeder Hinsicht...) und teilte ihrem erstaunten Bruder mit, dass Rufus den Verkäufer gebeten hatte, die Schallplatte für ihn zur Seite zu legen, da er nicht genügend Geld dabei hatte. Dummerweise hatte der Verkäufer nur eine halbe Stunde gewartet und Rufus sah seine Platte gerade noch in den Händen einer jungen Frau, die mit “seinem Schatz” in der großen Stadt verschwand. Für Rufus war dies nur noch ein Grund, alle Frauen aus seinem Leben zu verbannen.

Jenny und Dan wollten aber keinen Dad, der schon in jungen Jahren zum verbitterten Einsiedlerkrebs wurde und planten, ihn zumindest wieder mit seiner alten Band zusammenzubringen. Das würde ihn sicher vorübergehend wieder auf andere Gedanken bringen. Was beide nicht ahnten - Lily Bass hatte seine alten Bandkollegen gerade angerufen und sie gebeten, zu ihrer kleinen Feier im Palace aufzutreten. Lily dachte nicht daran, dass dies Rufus kränken würde, aber sie mochte immer noch die Musik von “Lincoln Hawk”. Auch wenn Rufus längst Vergangenheit war...
Lily ließ sich gerne von Bart verwöhnen und lieben und freute sich, dass nun alle Freunde von ihr mitfeiern können. Unter anderem auch Eleanor Waldorf, die Archibalds und auch eine junge Frau, die sie vor fünf Jahren in ihrem Urlaub in Israel kennen gelernt hatte. Margie hatte damals in einer Strandbar gearbeitet und die beiden ungleichen Frauen hatten sofort Freundschaft geschlossen. Lily freute sich auch, dass diese vor kurzem nach New York gezogen war, um auf der Constance Billard School for Girls zu unterrichten. Lily wusste noch nicht, welche Turbulenzen damit beginnen sollten...

*********************************************************************

Kurz vor Schulbeginn unterhielt sich Blair angeregt mit ihren Freundinnen und ihr unheimlicher Verehrer Chuck Bass betrachtete sie genauer. Er grinste teuflisch, denn er ahnte, dass Blair wieder irgendetwas Bösartiges ausheckte. Genau das liebte er so sehr an ihr, diese niederträchtigen Eigenschaften, gepaart mit noch jungfräulicher Unschuld, die ihr zum Glück auch noch nicht Chucks bester Freund Nate nehmen konnte - und gepaart mit ihrer Schönheit. Chuck kannte alle Mädchen New Yorks (zumindest die, die es wert waren, gekannt zu werden) und hatte schon mit einem beträchtlichen Teil davon seine Erlebnisse - gute und auch schlechte. Aber kein Mädchen hatte ihn bis jetzt so sehr beeindruckt wie Blair Waldorf, die gerade widerwillig Jenny begrüßte - das „hässliche Entlein“, das regelrecht darum bettelte, in Blairs Clique aufgenommen zu werden.

Während Chuck interessiert Blair begutachtete, die ihn in nur einen guten Seelenverwandten sah, stand neben ihm sein bester Freund Nate, der diesmal nicht seine Freundin Blair betrachtete, sondern Jenny.
Das blonde Mädchen war zwar noch sehr jung mit ihren 14 Jahren, aber durchaus hübsch und einfach liebenswert anders als Blair. Mit Blair war er schon seit Kindheitstagen zusammen und er musste zugeben, dass sie ihn nur noch langweilte. Sie war nicht langweilig im buchstäblichen Sinne. Aber ihre hohen Ansprüche, ihre Launen und vor allem ihre Intrigen machten sie oft unerträglich.
Nate dachte oft an die kühle Atmosphäre zwischen seinen Eltern und war sich sicher, dass er selbst nie so unglücklich werden wollte wie sein Vater es mit seiner Mutter war.

Die Mädchen bemerkten in ihrer Aufregung gar nicht, dass sie von den Jungs beobachtet wurden. Jenny war gestern noch begeistert gewesen, dass Blair ihr endlich einen hohen Rang in ihrer Clique angeboten hatte. Sozusagen die Vize-Präsidentin neben Blair... Aber was sie dafür machen sollte, fand sie mehr als abscheulich.
Gut, Jenny mochte die neue Lehrerin, Miss Yaakov, auch nicht besonders. Sie war nicht nur streng, sie war auch noch schrecklicher gekleidet als die alten Lehrerinnen der Schule und überhaupt scheinbar potthässlich, mit ihrem altmodischen Haardutt und dieser überdimensionalen Brille. Sie war sozusagen eine lebendige Karikatur..

“Blair, können wir uns nicht etwas anderes ausdenken?”

“Ich habe es doch gewusst, dass diese Witzfigur zu feige ist. Girls, gehen wir, die ist es nicht wert...”

Blair stand auf und ihre Freundinnen Hazel, Isabel und Kati warfen der armen Jenny nur gehässige Blicke voller Abscheu zu. Sie wussten genau, wie sie mit so einem Frischling wie Jenny umzugehen hatten.

“Nein, wartet! Ich mache es! Aber ... Ich finde das recht widerlich!”

Blair drehte sich um und warf ihre brünetten Haare nach hinten. Jenny fühlte sich in der Gegenwart der “Königin” wie ein Putzlumpen. Wie gerne würde sie das ändern. Sie wusste, dass sie diesen Streich hinter sich bringen musste, um den Respekt dieser Clique zu gewinnen.

“Jenny Humphrey! Die Zeiten, in denen kleine Mädchen ihren Lehrerinnen Frösche in die Tasche geschmuggelt hatten, sind entgültig vorbei. Andere Zeiten - andere Mittel! Und glaub mir, das wird wirklich lustig werden. Wir unterstützen dich dabei natürlich voll!”

Das war eine kleine Lüge, zumal alle nur darauf warteten, dass Jenny sich irgendwann bloßstellte. Aber Jenny war ihnen so dankbar, dass sie Blair fast umarmt hätte. Da diese aber Sentimentalitäten hasste, und Jenny erst ihre Prüfung bestehen musste, unterließ sie das besser.
Kurz vor dem nächsten Kurs hatte Jenny tatsächlich die Gelegenheit, das “Ding” in die Handtasche ihrer verhassten neuen Lehrerin zu stecken. Wider Erwarten war Jenny nicht besonders stolz auf sich und als der Kurs begann und alle Schülerinnen kichernd in Richtung der etwas nervösen Lehrerin blickten, fühlte sich das blonde Mädchen jämmerlich.
Blair und ihre Clique waren zwar nicht in Jennys Kurs, dafür aber andere jüngere Mädchen, die nur allzu gerne der “Queen” einen Gefallen tun wollten. Und so spornten sie Jenny mit Blicken an, endlich mit dem gewagten Streich zu beginnen.

Jenny räusperte sich und wandte sich an Miss Margalit Yaakov, die sich lieber der Tafel widmen wollte, als ihrer Handtasche.

“Miss Yaakov, hätten Sie ein Taschentuch für mich? Ich glaub, ich bin erkältet!”

Jenny hustete und schniefte. Hoffentlich würde Miss Yaakov ihr kleines Schauspiel nicht gleich bemerken. Jenny hatte Glück. Margalit war zwar etwas irritiert, aber da sie heute gut gelaunt war (immerhin hatte sie gestern auf dem Markt eine langersehnte Schallplatte kaufen können), öffnete sie lächelnd ihre Handtasche. Die junge Frau erschrak fürchterlich und zur Freude der Mädchen zog sie das “fürchterliche Objekt” auch noch aus der Tasche.

“Wer war das?” Margalit wusste nicht, ob sie vor Schreck stöhnte oder aufschrie. Sie hatte nie erwartet, ausgerechnet in so einer angeblich sittsamen Schule so einem widerlichen Streich ausgesetzt zu werden.
Nicht nur die junge Lehrerin wurde bleich, auch Jenny, die als einzige nicht lachte - und sich somit noch verdächtiger machte.

Noch nie in ihrem Leben hatte Jenny so etwas Peinliches gemacht und die entsetzten Blicke ihrer Lehrerin konnten ihr keine Genugtuung bringen. Im Gegenteil, das Mädchen, das um jeden Preis beliebt sein wollte, fürchtete das Schlimmste...

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Re: "Der Rocker, der Teufel und der Engel"

Beitrag von chairruly am Mo 14 Apr 2008, 20:32

Machst du mir hier jet konkurrenz lol, hehe oder ist das nur zur ansicht, wie gesagt ich liebe deine storys herzchen , auch wenn du hier lily etwas,, :pale:
naja hehe wie gesagt ich mag deinen stil total,,,

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Re: "Der Rocker, der Teufel und der Engel"

Beitrag von Naama am Mo 14 Apr 2008, 21:25

lol! danke! Aber hey, hier schreibe ich sie doch noch recht menschlich. Und sie wird hier auch nen Traummann finden - aber eben nicht Rufus - aber auch nicht Bart lol!

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Re: "Der Rocker, der Teufel und der Engel"

Beitrag von chairruly am Mo 14 Apr 2008, 22:25

JT lol! lol! lol!

Boah ey immer wenn ich bart höre bruach ich nen kotzeimer ey,, dann denke ich nämlich an lart und boah ey da wird mir übel Evil or Very Mad

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Re: "Der Rocker, der Teufel und der Engel"

Beitrag von Admin am Di 15 Apr 2008, 16:15

Da hab ich jetzt einiges zu lesen

Den Titel find ich klasse, die Story auch - dann aknns ja weitergehen

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Re: "Der Rocker, der Teufel und der Engel"

Beitrag von Naama am Di 15 Apr 2008, 16:20

Ich will ja nich, dass es euch langweilig wird - sind ja immerhin noch 6 bzw. 7 Tage ...

danke, dann gehts mal weiter!

Für die junge Lehrerin waren diese Sekunden wie eine erneute Hölle, die sie erleben musste. Während sie den Vibrator auf den Tisch fallen ließ, lachten die Schülerinnen - bis auf Jenny Humphrey - bösartig.

“Nehmen Sie ihr Spielzeug schon mit in die Schule, Miss Yaakov?”

“Sie haben es aber nötig!”

“Einen menschlichen kriegt sie ja nicht mehr - bei diesem Aussehen!”

“Sie sind sicher noch Jungfrau?!”


Jenny hätte ihre Mitschülerinnen am Liebsten angeschrieen, aber sie starrte nur auf die zitternde, junge Frau vor ihr, die mit Tränen in den Augen und den Worten “Schön wär’s!” aus dem Zimmer rannte. Während alle anderen Mädchen noch lachten, rannte Jenny ihrer Lehrerin hinterher - und traf sie bald auf der Toilette, wo Miss Yaakov bitterlich auf dem Boden weinte.

Jenny kniete sich zu ihr und biss sich auf die Lippen. Sie hätte nie gedacht, dass Miss Yaakov so empfindlich war. Das Mädchen ahnte, dass sie nun wohl aus der Schule geschmissen würde und fürchtete sich vor der Reaktion ihres Vaters, auch wenn Rufus Humphrey sonst immer ein sehr lockerer Vater war.

“Lass mich in Ruhe! Du hast mich doch schon gedemütigt, also geh!”

Margalit nahm ihre Brille ab und öffnete ihr Haar. Sie starrte Jenny mit wutentbrannten Augen an und diese zuckte zusammen. Nicht nur, weil ihre Lehrerin sie jetzt offenbar hasste, sondern vor allem, wie Miss Yaakov ohne diese Verkleidung aussah.
Sanft strich Jenny ihr über das blonde, schöne Haar und war fasziniert von Miss Yaakovs wunderschönen blauen Augen, die einen faszinierenden Kontrast zu ihrem leicht dunklen Teint bildeten.

“Sie...Sie sind ja wunderschön!”

“Danke, mach dich noch mehr über mich lustig!”

“Nein, ich will doch nicht...” Aber Margalit schüttelte die Hand dieses Mädchens von ihrer Schulter. Was wusste so eine freche Schülerin vom wirklichen Leid? Margalit erinnerte sich genau an ihren achten Geburtstag, als ihr Stiefvater in ihr Zimmer kam - und sich entblößte. In dieser Nacht raubte er der jungen Margalit die Unschuld und trotz aller Therapien vergaß die junge Frau ihr Leid nie. Bis vor kurzem war sie noch fröhlich gewesen, zumal sie von ihrer Freundin Lily zu deren Hochzeitsparty eingeladen worden war. Aber diese verdammten Gören mussten ihr ja wieder zeigen, wie verletzlich sie war.

Jenny wollte zu gerne wissen, was in dieser Frau vorging, aber gerade in dem Moment, als sich Miss Yakoov ihr endlich öffnen wollte, kamen Blair und die anderen Mädchen an der offenen Toilette vorbei.

“Jenny, du enttäuschst mich! Mitleid zählt nicht zu deiner Prüfung! Komm und lass diese hässliche Kuh liegen!”

“Sie ist nicht...” Jenny konnte nichts mehr erwidern, als sie Blairs eindeutige Blicke sah. Ihr war klar, dass sie Blairs Anerkennung verlieren konnte, wenn sie sich weiterhin um die Lehrerin kümmerte. Jenny war in einem Gewissenskonflikt, den auch ihre Lehrerin bemerkte.

“Geh doch endlich zu deiner Clique! Herzlichen Glückwunsch!”

Margalits scharfe Worte brannten sich in Jennys Herz, die nur widerwillig mit ihren “Freundinnen” mitging.

Nach diesem fürchterlichen Schultag wurde Jenny endlich bewusst, dass Blair nur mit ihr gespielt hatte. Sie hatte ihr deutlich zu verstehen gegeben, dass Jenny niemals in ihre Clique gehörte. Und Unterstützung gegenüber der Schuldirektion wollte Blair ihr natürlich auch nicht geben. Jenny war das Gelächter der ganzen Schule und war sich obendrein noch sicher, dass Miss Yaakov sie bei der Direktion verraten würde. Ihre ganze Zukunft war in Gefahr - nur weil sie unbedingt in Blairs Clique wollte.


Jenny fühlte sich noch schlechter, als sie auch noch von ihrem Vater und ihrem Bruder Dan von der Schule abgeholt wurde. Hatten diese nichts Besseres zu tun? Oder wussten sie schon, welch ein gemeines Biest sie war und dass sie bald von der Schule verwiesen werden sollte?
Rufus umarmte sie aber so herzlich, dass ihr schlechtes Gewissen noch größer wurde.

“Na, Sonnenschein? Hast du den Tag gut überlebt? Mach nicht so ein Gesicht, einmal im Jahr darf ich dich wohl abholen. Zumal ich deine Unterstützung brauche! Meine Band hat mich angerufen - wir sollen ausgerechnet auf Lily’s Party auftreten! Die Frau hat Nerven!”

Ehe Jenny etwas erwidern konnte, sah sie mit Schrecken Miss Yaakov auf sie zukommen. Diese war nur mühsam wieder auf die Beine gekommen und all ihre Schönheit war wieder versteckt. Ehe Rufus und Dan diese Dame grüßen konnten, drückte Miss Yaakov dem perplexen Vater auch schon den Vibrator in die Hand.

“Sie sollten besser aufpassen, mit was ihre kleine Tochter so spielt! Das Zeug gehört nicht in diese Schule! Schönen Tag noch!”

Hocherhobenen Hauptes ging Miss Yaakov vom Schulgelände, während Jenny immer bleicher wurde.
Aber nicht nur sie, auch ihr Vater wurde bleich, als er das “Spielzeug” in seiner Hand erblickte. Dan grinste nur schelmisch.

“Was zum Teufel ist das, Jenny?” Rufus’ Frage war natürlich nur rhetorisch gemeint.

“Ich würde sagen, das ist ein Familienerbstück der Humphreys!”

Die Familie drehte sich um und erblickte Chuck, der sie mit dieser frechen Aussage angrinste. Aber mit Jennys Wut hatte der fiese Junge nicht gerechnet. Sie riss ihrem Vater den Vibrator aus der Hand - und steckte diesen in den offenen Mund vom überraschten Chuck.

“Nein, ich würde sagen, dass ist dein verloren geglaubter Schnuller! Viel Spaß beim Nuckeln!”

Und während Jenny sich bald darauf vor ihrem Vater rechtfertigen musste und ihm unter Tränen ihren schrecklichen Streich gestand, wurde Chuck von seinem Freund Nate ausgelacht.

“Das Ding steht dir gut!”

“Sehr witzig!” Chuck gab das “Spielzeug” seinem Freund, der sich vor Grauen schüttelte und ihn fragte, was er damit tun sollte.

“Gib es Blair! Das Ding kann sie sicher besser befriedigen als du!”

Chucks gehässige Worte versetzten Nate einen Stich ins Herz. Manchmal konnte Chuck wirklich widerwärtig sein. Eigentlich nicht nur “manchmal”... Trotzdem nahm Nate es seinem Freund nicht übel, zumal er auch nicht wusste, dass Chuck vorhatte, ihn und Blair zu trennen. Blair sollte nur einem gehören - und dieser Eine hieß Chuck Bass.

**************************************************************************************

Eine Woche später...

Lilian und Bart Bass waren zufrieden mit ihrer verspäteten Hochzeitsfeier. Über 300 Gäste waren eingeladen und sogar Rufus hatte seinen Stolz überwunden und trat mit seiner Band auf. Nur er selbst wusste, wie tief es in ihm brodelte. Er wollte vor Lily keine Schwäche zeigen, aber ihr Verhalten verletzte ihn immer noch.
Sie schien glücklich mit diesem Alten zu sein, so oft sie ihn küsste. Rufus verdammte diese Frau und war froh, als sie ihren Auftritt hinter sich hatten und auch das Buffet genießen durften.

Er blickte um sich und sah wieder Lily, die freudestrahlend eine junge, bildhübsche Frau begrüßte. Sie kam Rufus auch bekannt vor, er wusste nur noch nicht, woher. Es sollte noch eine Weile dauern, bis ihm klar wurde, dass gerade diese junge Frau ihm seine Platte “weggenommen” hatte und ihm in ihrer Funktion als Lehrerin vor kurzem ein peinliches “Ding” in die Hand gedrückt hatte.

Lily war entzückt, wie Margie mit ihrem weißen Seidenkleid mit dem tiefen Dekolletee aussah. Sie hatte Margie lange überreden müssen, ihre Schönheit so offen zu zeigen. Margie war es zuerst peinlich gewesen, aber als ihre Schülerinnen - vor allem Blair und Jenny - sie endlich erkannt hatten und nur staunten, genoss sie ihren kleinen Triumph.

Natürlich hatte sie Jenny Humphrey nicht bei der Direktion angeschwärzt, wofür ihr Jenny wohl ewig dankbar war. Trotzdem blieb ihr Verhältnis angespannt, auch wenn Jenny endlich begriff, dass Blair niemals ihre Freundin sein würde.
Jenny war aber ganz entzückt von den beiden kleinen Hunden von Margie, die sie dank Lily mitbringen durfte - und zum Leidwesen von Bart, der diese “Köter” nicht gern im Hotel sah. Aber er liebte Lily und genehmigte diese Wesen mit Zähneknirschen.

Jenny wollte endlich ein besseres Verhältnis zu ihrer Lehrerin und zog ihren Vater mit sich.

“Dad, darf ich dir jetzt offiziell Miss Yaakov vorstellen? Dank ihr darf ich auf der Schule bleiben. Und das sind ihre Hunde Jackie O. und Zoe...”

Rufus war nur sehr kurz durcheinander angesichts dieser plötzlichen Schönheit der Lehrerin, die ihn zögernd begrüßte. Auch sie war sich nicht sicher, was Jenny vorhatte. War sie wirklich nur dankbar oder wollte sie sie gar mit ihrem Vater verkuppeln?

Der kleine, braun-weiße Chihuahua Zoe, die auf Margies Arm war, knurrte ihn schon recht eifersüchtig an. Während der schwarze Pomeran Jackie O., den sie auf der Leine hielt, gemächlich sein Bein hob - und auf Rufus’ Fuß pinkelte.

“Igitt! Nehmen Sie ihren Köter zurück! Das sind ja nicht einmal Hunde, pfui! Gerade groß genug für den Kochtopf eines Chinesen!”

“DAD!” Jenny war entsetzt über die rüde Art ihres Vaters. Natürlich fand sie das Verhalten der süßen Hunde wirklich witzig.

Auch Margie war nicht begeistert von Rufus’ Benehmen, auch wenn Jackio O. sich nicht gerade vornehm verhalten hatte. Bart hatte diese Szene beobachtet und war nur sehr schwer von Lily zu beruhigen. Gleich darauf kam immerhin eine Angestellte und wischte das “Hunde-Malheur” dezent vom Boden. Rufus’ Hosenbein und sein Schuh blieben aber weiterhin “markiert”.

“So angepisst? Das steht Ihnen gar nicht gut!”, erwiderte Margie frech, während Rufus langsam erkannte, wer diese Frau war. Er hatte sie damals nur von hinten gesehen, aber nun hasste er sie noch mehr, nicht nur weil sie ihm seine “Rarität” weggenommen hatte.

“Sie...Sie unverschämte Diebin! Sie gehören mitsamt ihren Hunden weggesperrt!”

Margie blieb der Mund offen und sie fragte sich, ob diese verrückten Gene wohl in der Familie lagen. Wenn ja, dann war ja Jenny mit ihrem Streich noch harmlos...
Auch Jenny wunderte sich, warum der früher so coole Rufus Humphrey auf einmal so ausflippte. Wie konnte MANN nur so frustriert sein, nur weil einige Frauen ihn enttäuscht hatten.

Während Margie ihre süßen Hunde lieber vor diesem Irren in Sicherheit bringen wollte, redete Jenny ein ernstes Wörtchen mit ihrem Vater, der sich gar nicht mehr beruhigen wollte. Inzwischen bemerkte Chuck recht interessiert, dass Nate wieder einmal nur Jenny beobachtete. Und wohl auch bewunderte...

Blair aber schien das gar nicht zu interessieren, was Chuck ändern wollte. Er wollte ja nur das Beste - vor allem für sich! Und das Beste für einen Chuck Bass war eben eine Blair Waldorf...
Wie eine Schlange schlich er sich langsam zu Blair und flüsterte ihr zu:
“Nate scheint ja ganz verschossen in diese blonde Schlampe zu sein!”
Zu Chuck’s Erstaunen gähnte Blair nur. In Jenny sah sie wirklich keine Gefahr. Sie war zu jung und vor allem zu doof.
“Als ob er auf Kleinkinder stehen würde! Chuck, das was du in Nate’s Augen siehst ist nur pures Mitleid!”

“Kann man mit Mitleid jemanden ausziehen? Seine Blicke sind recht eindeutig!”

Endlich blickte Blair ihrem schurkischen Freund in die Augen und lächelte gnädig.

“Chuck Bass! Entweder bist du heute besonders lustig oder du bist eifersüchtig. Wobei beides lächerlich wäre!”

Chuck blickte Blair enttäuscht und voller Wut an. Sie schien wirklich nichts zu kapieren. Dass sie seine Gefühle ignorierte - nun gut, dass konnte er noch verstehen. Niemand konnte ahnen, dass ein Chuck Bass auch lieben konnte, da war er selbst überrascht. Aber dass sie seine Gefühle auch noch verletzen musste und trotz allem, was Nate tat, immer noch für diesen Jungen schwärmte, das war einfach zu viel für ihn.

“Eifersüchtig? Warum sollte ich das sein? Ich bin weder scharf auf diese kleine Milchschnitte noch auf eine arrogante Brünette, die sich für die Göttin von New York hält - dabei ist sie so unreif und wie eine grüne Banane!”

Blairs Mund wurde zu einer beleidigten Schnute und sie wandte sich zornig von diesem Mistkerl ab.
Chuck wollte sich fast schon entschuldigen, aber so tief demütigen wollte er sich dann doch nicht. Andererseits musste er jetzt wirklich etwas unternehmen, um zu sehen, was Blair wirklich für ihn empfand. Er hoffte, dass er ihr nicht so gleichgültig war, wie sie tat. Nate konnte scheinbar tun und lassen, was er wollte, aber wie würde Blair reagieren, wenn sie Chuck in flagranti mit einer weiblichen Person erwischte? Natürlich dürfte das keine x-beliebige junge Dame sein und grinsend beobachtete er die junge Lehrerin Margie, die mit ihren Hunden an der Bar stand, und sich einen Drink genehmigte.

Es dauerte nur Minuten, bis sich Chuck zu ihr gesellte und sein bestes Benehmen zeigte. Tatsächlich war Margie recht angetan von dem Jungen - wenn auch nicht gerade verliebt. Aber sie lachte, als er mit Zoe um die Wette knurrte. Endlich jemand, der ihre lieben Hunde auch mochte. Für Margie waren Jackie O. und Zoe wirklich wertvoll, da sie kaum einem Menschen, außer Lily vielleicht noch, vertraute.

“Das sind echte Höllenhunde! Wirklich klasse!” Chuck wusste, wie er Margies Herz gewinnen konnte und sie lachte tatsächlich. Dank der Hunde war sie auch oft abgelenkt und so nutzte Chuck eine Gelegenheit und gab einige Tropfen Betäubungsmittel in ihr Getränk. Es dauerte nicht lange, bis diese wirkten und Margie immer müder wurde.

“Chuck... Chuck... Mir ist so schwindlig. Blöder Cocktail! Mhm.... Ich muss... Ich muss mich hinlegen!”

Hinlegen war das Stichwort für den grinsenden, kleinen Teufel, der gleich darauf Margie’s Hunde ausgerechnet dem völlig verblüfften Rufus Humphrey in die Hände drückte. Dieser brachte die beiden zum Glück nicht zum Chinesen, sondern nur zur ebenfalls verwunderten Lily, die sich zwar Sorgen um ihre Freundin machte, bald darauf aber von Eleanor abgelenkt wurde.

“Charles, was hast du mit dieser Frau vor?”

Chuck hatte Margies Arm um seine Schultern gelegt und wollte sie gleich in eines der Hotelzimmer bringen. Er drehte sich um, als er die Stimme seines Vaters hörte. Aber dieser konnte ihn nicht beeindrucken und auch nicht von seinem Plan abbringen.

“Das geht dich nichts an, Dad! Sorge nur dafür, dass Blair nach ungefähr zwei bis drei Stunden in Zimmer 666 auftaucht!”

Bart Bass versprach das nur widerwillig. Er konnte seinem Sohn nichts verbieten, dazu war Charles zu eigenwillig. Immerhin hatte er einen guten Frauengeschmack. Bart liebte zwar Lily, wollte aber nicht sein Leben lang nur einer Frau gehören. Und wenn sein Sohn mit dieser jungen Lehrerin fertig war - vielleicht könnte er sich noch mit ihr vergnügen!

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Re: "Der Rocker, der Teufel und der Engel"

Beitrag von Naama am Di 15 Apr 2008, 16:20

Etwa drei Stunden später...

Margie schlief immer noch und Chuck streichelte ihre nackte Haut. Er hatte sie vollständig entkleidet und natürlich hatte er ihren Anblick genossen. Er konnte nicht verstehen, dass Blair sie früher “hässlich” genannt hatte. Und die Tattoos auf ihrer Haut machten sie nur noch attraktiver. Eigentlich sollte er wirklich die Gunst der Stunde nutzen...
Aber da murmelte Margie schon etwas und er erkannte, dass sie langsam wach wurde. Just in diesem Moment kam Blair in das Zimmer und erstarrte.
Mit allem hatte sie gerechnet (sie wusste ja, dass Chuck kein Engel war), aber nicht, dass er es mit ihrer Lehrerin trieb.

“Bass! Bist du verrückt geworden?”, kreischte das Mädchen auf, während der nackte Chuck sie triumphierend angrinste.

“Jetzt scheinst DU eifersüchtig zu sein! Ich muss sagen, die Kleine neben mir war nicht schlecht im Bett...”

“Wie bitte?”

Chuck zuckte erschrocken zusammen, als er Margies Schrei hörte. Sie war völlig entsetzt, dass sie nackt neben diesem Jungen lag, der sie scheinbar missbraucht hatte. Als ob sie nicht schon genug Schlimmes erlebt hätte.

“Reg dich ab, Süße!” Chuck hob beschwichtigend seine Hände, erkannte aber mit Entsetzen die völlig außer Kontrolle geratenen Gesichtszüge der sonst so schönen jungen Frau.

“Ich...Ich kastriere dich gleich!” Diese durchaus ernstgemeinte Drohung von Margie ließ den so intriganten Jungen erbleichen. Was war denn das für eine Wahnsinnige? Während Margie der Verzweiflung nahe war, Chuck um seine Männlichkeit fürchtete und Blair die Hunde, die sie auf den Armen gehalten hatte, losließ und diese sogleich auf das Bett zu Margie und dem schreienden Chuck hüpften - war Blair überrascht angesichts ihrer Gefühle.

Sie rannte weinend und enttäuscht aus dem Zimmer und wollte nur noch nach Hause. Sie vergaß in ihrer Panik sogar Nate, der gerade mit Jenny tanzte. Blair aber war sehr verletzt angesichts Chucks Verhalten. Warum nur musste dieser Schurke ihr das antun? Noch entsetzter war sie aber, dass sie scheinbar eifersüchtig war. Das musste bedeuten, dass Chuck ihr nicht gleichgültig war. Was noch untertrieben war.
Blair weinte immer noch, als sie im strömenden Regen auf ein Taxi wartete. Sie fühlte sich so leer und erkannte, dass sie sich verliebt hatte - ausgerechnet in Chuck Bass! Aber diesen “Betrug” sollte er ihr büßen und erst recht diese Lehrerin. Blair wusste, dass sie das Leben dieser Person zerstören konnten, wenn sie jemanden mitteilte, dass Margalit Yaakov mit einem Minderjährigen Sex gehabt hatte...

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Re: "Der Rocker, der Teufel und der Engel"

Beitrag von Naama am Do 01 Mai 2008, 18:20

Inzwischen hatte sich Margie schneller wieder angezogen, als Chuck lieb war. Irgendetwas im Verhalten dieser Person mahnte ihn zur Zurückhaltung, auch wenn er sonst nicht gerade der Erfinder von Rücksicht und Einfühlsamkeit war.
Was er aber ahnte, war die Tatsache, dass Blair in ihrer Wut die Lehrerin anschwärzen wollte und in seiner “grenzenlosen Güte” versuchte er, die hübsche Jüdin zu beruhigen.

“Was ist los mit Ihnen? Zwischen uns war nix - was ich zutiefst bedauere. Sie haben seelenruhig geschlafen, während ich...”

“Während du dich an mir vergangen hast! Aber warte nur, das wirst du mir büßen!”, zischte Margie zurück und hätte am Liebsten ihre Hunde auf diesen Mistkerl gehetzt, aber diese sprangen nur freudig um sie herum, immerhin hatten sie ihr geliebtes Frauchen schon vermisst. Chuck konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

“Gott, das einzige Verbrechen, dass ich begangen habe, war, Sie auszuziehen. Aber hey, selbst in den USA steht darauf NICHT die Todesstrafe!”

“Was sich dringend ändern müsste!” Margie beherrschte sich nur widerwillig und auch, wenn sie ihm es glauben sollte, dass er sie nicht vergewaltigt hatte, so hatte er doch ihre Intimsphäre verletzt.
Kaum hatte Margie ihr Kleid wieder an, setzte sie sich auf das Bett und weinte bitterlich. Ihre Hunden wimmerten auf den Boden und Chuck kam sich vor wie in einem schlechten Film. Er konnte doch unmöglich den Seelentröster spielen. Andererseits hatte diese junge Person etwas an sich, was durchaus männliche Schutzgefühle auslösen konnte - sogar bei Charles Bass, der sonst eher als gefühlskalt galt.

“Ähm... Ich weiß, ich bin der Letzte, mit dem Sie jetzt reden wollen. Aber wenn doch... Ja, also... Ich bin jedenfalls da!”

Verwundert hörte Margie kurz auf zu weinen und blickte den Jungen, der zu seinem Widerwillen auch noch errötete an. Für so feinfühlig hätte sie ihn nie gehalten - er selbst ja auch nicht. Wenig später öffnete sich die junge Frau doch noch und Chuck erfuhr von ihrem Leid als junges Mädchen, dass von ihrem Stiefvater missbraucht wurde.

Chuck biss sich auf die Lippen und wusste nicht, was er erwidern sollte. Er hatte ruhig zugehört und war zum ersten Mal in seinem jungen Leben zutiefst betroffen. Margie merkte dies, auch wenn er es nicht offen zeigte und zu seiner Verwunderung umarmte die junge Frau ihn. Er versprach ihr, sofort mit Blair zu reden und ihr sämtliche Pläne gegen Margie auszureden. Von jenem Zeitpunkt an sollte eine ganz besondere Freundschaft zwischen dem sonst so zynischen und fiesen Jungen und der frechen, aber sensiblen Lehrerin beginnen... Eine Freundschaft für die Ewigkeit.

**************************************************************************************

Einige Tage später...

Die meiste Aufregung hatte sich gelegt und Chuck konnte Blair davon überzeugen , dass Miss Yaakov keinen Geschlechtsverkehr mit ihm vollzogen hatte. Blair hatte ihm aber nur deshalb geglaubt, weil dieser sich so vehement für diese Person einsetzte. Sie erkannte, dass keine tieferen Gefühle als Freundschaft zwischen den beiden lag und so gewann das aufgeweckte Mädchen wieder Oberwasser.
Dass Chucks Verhalten, sich so für einen Menschen einzusetzen, sie zutiefst beeindruckt hatte, brauchte er ja nicht gleich zu erfahren. Sie wollte es diesem kleinen Wicht nicht so einfach machen, sich in ihr verletzliches Herz zu schleichen.

Zumal sie endlich wieder die Aufmerksamkeit von Nate hatte und mal ehrlich - wer würde es nicht genießen, von zwei so gutaussehenden Jungs begehrt zu werden? Blair ahnte jedoch nicht, dass Nate nur deshalb wieder so aufmerksam zu ihr war, weil er Schuldgefühle hatte. Seit der Feier bei den Bass’ träumte er nur noch von der süßen Jenny. Aber diese schien ihn seit ihrem letzten Tanz gar nicht mehr zu beachten.
Während Nate angesichts seiner neuen Gefühle völlig verwirrt war, ging es Jenny nicht anders. Der ältere, umschwärmte Junge gefiel ihr sehr und erst Recht seine liebevolle Art. Aber sie wusste, dass sie mit der unbarmherzigen Rache von Blair zu rechnen hatte, wenn sie ihr in die Quere kam. Niemand schnappte einer Blair Waldorf ungestraft den Boyfriend weg - das war ungeschriebenes Gesetz an der Upper East Side.

So versuchte Jenny ihr Möglichstes, um sowohl Nate als auch Blair aus dem Weg zu gehen. Was zur Folge hatte, dass sie sich noch einsamer fühlte. Immerhin hatte sie inzwischen eine kleine Freundschaft schließen können - ausgerechnet mit der Lehrerin Margalit Yaakov.

An jenem Tag durfte Jenny die beiden entzückenden Hunde von Margie betreuen und während Jenny den Frühstückstisch deckte und Chihuahua Zoe auf einem Stuhl saß und sie mit großen Augen beobachtete - zog es die freche Pomeran-Lady Jackie O. in das Schlafzimmer von Rufus Humphrey.

Dieser schlummerte noch selig und kicherte, als er sanft gegen seinen Hintern gestupst wurde.

“Nicht so wild, Lily!”, murmelte er und erinnerte sich an seine stürmische Vergangenheit. Rufus quiekte halb-schlafend, als er etwas feuchtes an seinen Unterleib spürte. “Lily! Gott, nicht an der Stelle, mhm... Ah... Ich werde gleich... Nicht!”

Rufus lächelte selig und umarmte seine “Liebste” instinktiv. Er fragte sich nur, warum Lily auf einmal so ... haarig war. Nein, das war ein regelrechtes Fellknäuel. Erst jetzt bemerkte Rufus, dass da etwas nicht stimmte und plötzlich riss er die Augen auf. In seinem Arm lag Jackie O. die ihn mit ihren dunklen Knopfaugen frech anstarrte. So ein Sittenstrolch! Rufus schrie laut auf, so dass auch Jackie erschrak und wimmernd aus dem Zimmer lief.

Wenig später lachte Jenny laut auf, als ihr Vater - nur angezogen mit seinen Shorts mit Donald-Duck-Aufdruck - sehr verdattert aus dem Zimmer lief.

“Jenny! Was machen diese Hunde in unserer Wohnung?”

“Was ist denn, Dad? Ist doch sicher angenehm mit Jackie zu kuscheln. Reg dich ab, Margie holt die Kleinen bald wieder ab. Kaffee?”

“Einen starken!”, knurrte Rufus und bellte Zoe von seinem Stuhl runter. Die kleinen Hunden rannten aufgeregt hin und her und Rufus war heilfroh, dass diese “Bestien” wenigstens nicht sprechen konnten. Niemand sollte von dieser peinlichen Situation im Bett erfahren... Rufus dachte für einen kurzen Moment daran, wieder Bex anzurufen, auch wenn diese nur für eine kurze Nummer zu gebrauchen war.
Aber er wollte Lily um jeden Preis vergessen. Sein Verhalten gegenüber der frechen Hündin hatte ja gezeigt, dass er noch nicht über die kühle Lady hinweg war.

Rufus genoss noch sein Spiegelei, als es klingelte und Margalit Yaakov freudig von ihren “Mädchen” begrüßt wurde. Der dritte “Hund” namens Rufus knurrte die junge Dame nur unhöflich an. Dann stand er auf - vergessend, dass er immer noch nur seine albernen Shorts anhatte - und bat die grinsende junge Frau:

“Nehmen Sie doch bitte Ihre Mini-Terroristen wieder mit und suchen Sie sich bitte einen anderen Babysitter!”

“Ja, vielleicht sollte ich Donald Duck fragen?”

Kichernd und aufgrund dieses doch recht süßen “Witzfigur” ihr gegenüber frech auf den männlichsten Punkt von Rufus schielend, wies Margie Rufus wenig dezent darauf hin, dass sein Aufzug etwas ungewöhnlich war.

Rufus lief wie erwartet knallrot an, versuchte aber trotzdem, vor dieser unverschämten Person keine Blöße zu zeigen.

“Ich möchte ja nicht sehen, wie IHRE Unterwäsche aussieht! Wahrscheinlich voll mit Snoopy und...”

Sowohl Rufus als auch Jenny rissen ihre Augen weit auf (und auch Dan, der gerade gähnend und zum Glück ohne Comic-Unterwäsche aus seinem Zimmer kam), als Margie in ihrer unbekümmerten Art einfach ihre Bluse öffnete und ihren weißen Spitzen-BH samt Inhalt präsentierte.
Sonst wäre sie nie auf so eine offenherzige Idee gekommen, aber dieser Mann reizte sie einfach zum Äußersten.

“Erkennen Sie etwa irgendwo Snoopy?”

Rufus fiepte nur - zum Vergnügen von Jackie O. die sich wieder an ihn ankuschelte (wenigstens pinkelte sie nicht mehr auf ihn...) und erkannte selbst auf den Tatoos auf Margies zartbrauner Haut kein hundeähnliches Wesen.

Just in dem Augenblick klingelte es und Jenny stürmte zur Tür. Mit diesem Besuch hatten nun alle nicht gerechnet und Lily kippte fast aus den Schuhen, als sie hinter Jenny einen fast nackten Rufus mit lächerlichen Shorts entdeckte - und vor allem ihre angeblich beste Freundin Margie, die mit aufgeknöpfter Bluse vor Lilys ehemaliger großer Liebe stand und diesen sichtlich erregte.

“Verzeihung, ich wollte euch nicht bei eurem ungewöhnlichen “Donald Duck trifft eine angeblich unschuldige jüdische Daisy” - Tet-â-tet stören! Lebt wohl!“

Lily stürmte sofort aus dem Gebäude und versuchte, ihre Tränen zu unterdrücken. Sie hätte nie gedacht, dass es ihr etwas ausmachen würde, wenn ihre beste Freundin mit ihrem ehemaligen Lover ... Sie wollte sich lieber gar nicht vorstellen, was die beiden schon miteinander getrieben hatten. Am meisten war sie von Margie enttäuscht, von der sie bisher geglaubt hatte, dass diese kein Interesse an Männern hatte. Wer wusste schon, ob Margie ihr nicht ihre ganze Leidensgeschichte vorgelogen hatte.
Von jenem Tag an nahm sich Lily Bass fest vor, diese beiden Menschen, die sie so hintergangen hatten, aus ihrem Leben und aus ihrem Herzen zu streichen!

Während Rufus und Margie nur langsam begriffen, was Lily nun von ihnen denken musste, gab der inzwischen aus seiner Verblüffung befreite Dan nur einen knappen Kommentar ab.

„Das war ein typisch verrückter Morgen im Hause Humphrey. Wir sollten demnächst Eintritt für unser Theater verlangen!“

Mit diesen Worten ging Dan seelenruhig wieder auf sein Zimmer und ließ die verwirrte Gesellschaft in der Küche alleine...

************************************************************************************j

In der Zwischenzeit saß Chuck auf der Couch des luxuriösen Bass-Apartments und starrte zornig auf das Display seines Handys. Das durchtriebene GOSSIP GIRL hatte ihm einen schönen Sonn-Tag gewünscht und viel Vergnügen mit dem angehängten Foto - was Blair und Nate in vertrauter Umarmung zeigte.
Chucks Herz verkrampfte sich zusehends und am Liebsten hätte er sein Handy aus dem Fenster geworfen. Wenn er Glück hatte, würde er vielleicht noch Dan’s Schädeldecke damit treffen. Oder noch besser , die von Nate!

Sicherlich galten die beiden immer noch als die besten Freunde und Nate hatte vollkommenes Vertrauen zu seinem Freund, der scheinbar nur alle anderen hinterging. Nate ahnte ja nicht, dass Chuck seine Freundin begehrte. Blair wiederum ahnte nicht, dass Nate insgeheim Jenny begehrte. Da diese ihm aber die kalte Schulter zeigte, musste er sich zähneknirschend mit Blair “begnügen”.

Natürlich war Nate’s feiges Verhalten seinem Freund längst aufgefallen, aber Blair (die wohl insgeheim blond war...) wollte nichts von Chucks scheinbar haltlosen Verdächtigungen wissen. Sie fand Chuck zwar immer noch sehr anziehend, aber wenn sie eines hasste, dann waren das eifersüchtige Jungs. Dass sie vor kurzem auch grundlos eifersüchtig gewesen war - auch Chuck und Margie - das verdrängte die junge Dame erfolgreich.

Während Chuck finstere Rachepläne gegenüber Nate schmiedete, riss Lily mit Schwung die Wohnungstür auf und knallte sie mit noch größerem Schwung wieder zu. Sie konnte die Szene mit Rufus und Margie nicht vergessen und verfluchte sich selbst mehr dafür als ihre EX-Freunde.

“Wenn du meinen Vater auch so stürmisch liebst wie die Tür, dann hat der Alte glückliche Zeiten vor sich!”

Chucks bissiger Kommentar reizte die kühle Blonde nur noch mehr. Er saß da wie Mr. Macho höchstpersönlich und ließ sich von seinem Personal rundum verwöhnen. Ein wenig Bodenständigkeit würde dem Jungen gar nicht schlecht tun. Lily erinnerte sich ganz kurz an den Sommer 1985, als sie ihr erstes Abenteuer mit dem jungen Rufus erlebt hatte. Der kleine Rocker hatte die aufgeregte junge Schönheit einfach “entführt” und für einige schöne Wochen lang hatten sie ihre wilde Liebe in einer Holzhütte, weit entfernt von jeglichem Luxus, verbracht. Lily hatte lang nicht mehr an diese Zeit gedacht, vor allem, weil sie seit Jahrzehnten schon die feine Gesellschaft genoss. Aber erst jetzt bemerkte sie, dass Luxus nicht wirklich glücklich machte. Aber es war zu spät. Sie hatte sich für Bart entschieden und Rufus hatte das Recht, sich mit anderen Frauen zu vergnügen. Aber musste es ausgerechnet Lilys scheinbar beste Freundin sein?

“Träumst du noch oder lebst du schon?”

Chucks frecher Kommentar, gepaart mit einem süffisanten Grinsen, holten Lily wieder in die Gegenwart zurück.

“Lass mich bitte in Ruhe! Ich habe von hormongesteuerten Schwänzen wirklich genug!”

Lily errötete und schlug sich mit der flachen Hand gegen den Mund, als sie bemerkte, wie schlüpfrig ihre Aussage doch war. Aber konnte man von ihr immer vornehme Zurückhaltung erwarten? Sie war doch auch nur ein Mensch - und vor allem eine verletzliche Frau!
Es war nur allzu klar, dass Chuck daraufhin noch breiter grinsen musste. Er stand auf und kreiste um die empörte Mutter und Stiefmutter. Er schien sie noch dazu mit seinen unverschämten Blicken auszuziehen. Sie musste dringend mit Bart über seinen kleinen Teufel reden - sie meinte jetzt Chuck und nicht Barts ... Sie fragte sich langsam, ob sie noch bei Verstand war, wenn sie nur an das Eine dachte...

“Lily, Lily... Du musst dich langsam an den Gedanken gewöhnen, dass du einen hormongesteuerten Schwanz geheiratet hast - und dessen Sohn ist nicht minder geiler! Apropos, geiler Hintern...”

Er schlug ihr frech und fest mit der flachen Hand gegen ihren weiblich wohlgeformten Hintern, der in dem engen Kostüm noch verführerischer aussah. Lily erschrak fürchterlich und hätte Chuck fast eine Ohrfeige gegeben, wenn dieser sich nicht geduckt hätte.

“...für ne 40jährige!”

“Hey, ich bin erst 38!” Lily zeterte vor Wut und erkannte an Chucks Lachen, dass sie ihm mit ihrem Verhalten auch noch mehr Zündstoff gab. Zornig und von sämtlichen Männern, bis auf Bart, enttäuscht, rannte sie in ihr Schlafzimmer. Sie wünschte sich gerade nichts sehnlicher als eine zärtliche Umarmung ihres Gatten, aber der war ja auf Geschäftsreise. Was ihr frisch Angetrauter aber wirklich in der Schweiz mit seiner Sekretärin trieb - das sollte Lily erst viel später und auf eine fürchterlich direkte Art und Weise erfahren....

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Re: "Der Rocker, der Teufel und der Engel"

Beitrag von chairruly am Do 01 Mai 2008, 18:27

Oh ja Lily dann kommt das böse Erwachen seufz,,
aaaaah ich fidne die Ausdrücke hier so klasse hehe,

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Re: "Der Rocker, der Teufel und der Engel"

Beitrag von Naama am Do 01 Mai 2008, 18:29

danke Wink mhm ja, ich muss versuchen, die nächsten oder übernächsten teile wieder witziger zu schreiben. aber da muss man auch erst die laune dazu haben lol! im moment bin ich eher in drama-laune

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Re: "Der Rocker, der Teufel und der Engel"

Beitrag von Naama am Do 08 Mai 2008, 20:17

Liest zwar keiner, aber aus Langeweile...

Inzwischen hatte Jenny ihre freche Lehrerin zum Frühstück eingeladen - sehr zum Missfallen von Rufus, der immer noch erstaunt war über Lilys Reaktion. Konnte es sein, dass diese ihn immer noch liebte? Aber wenn man einen Menschen liebte, dann durften man ihn doch nicht verletzen. Nicht so, wie Lily es mit ihm getan hatte. Eigentlich sollte er sogar ein wenig schadenfroh sein - aber das konnte er irgendwie nicht.

Stattdessen sah er mürrisch zu, wie diese unverschämte junge Person ihm sein Croissant stibitzte und auch noch die letzte Tasse Kaffe scheinbar ohne Taktgefühl trank.

“Gefällt es Ihnen bei uns?” Diese Frage war durchaus ironisch gemeint, was Margie wohl merkte, aber frech wie sie war, ließ sie ihn im Glauben, dass sie die Frage falsch verstand.

“Oh ja und wie! Gut, dass heute Sonntag ist, da hab ich ja noch Zeit...”

Jenny befürchtete fast, dass ihr Vater gleich explodieren würde, da dieser wirklich besorgniserregend rot anlief. Und dann war da auch noch der kleine, schwarze Fellknäuel Jackie O. die sich an Rufus’ Bein kuschelte. Rufus hätte diesem Köter am Liebsten einen Tritt verpasst - aber nein, so ein Mistkerl war er dann doch nicht. Aber diese Margie reizte ihn bis aufs Äußerte mit ihrem Grinsen.

“Jackie mag Sie scheinbar wirklich sehr! Sie hatte schon immer einen schlechten Männergeschmack!”

Rufus überhörte höflich und mühsam den letzten Satz und antwortete:

“Solange sie nicht wieder auf mich pinkelt!”

“Keine Sorge, sie hat damit nur ihr Revier markiert! Ab jetzt gehören Sie nur ihr alleine!”

“Welche Ehre!” Rufus rollte mit den Augen und Margie und Jenny mussten gleichermaßen lachen. Die junge Frau fühlte sich tatsächlich nicht unwohl in dieser flippigen Runde, erst recht, als sich auch noch der charmante Sohn Dan zu ihnen gesellte und einige Witze zum Besten gab. Rufus gefiel es gar nicht, dass seine Kids sich so gut mit dieser unverschämten Person verstanden.

Zu allem Überfluss blickte Margie gleich darauf auch noch neugierig auf eine alte Platte, die auf dem Schrank lag.

“Dinosaur Jr. Nicht schlecht... Ich suche schon seit längerem eine Platte von ihnen...”

“DIESE schnappen Sie mir jedenfalls nicht so weg, wie letztens die von Neil Young!”

Die hübsche Jüdin blickte diesen Mann - der nun immerhin einen Bademantel um hatte, um seinen Donald zu verstecken, erstaunt an. Aber dann erinnerte sie sich wieder an den Händler, der ihr die Platte zuerst nicht verkaufen wollte, weil ein anderer Fan sie reserviert hatte. Erst Margies unwiderstehlicher Charme und vielleicht auch ein wenig nervige Art konnten diesen dazu überreden, ihr die Platte zu überlassen.

“Ups... Sorry, das habe ich wirklich nicht geahnt. Aber wie wäre es mit einem Deal? Wir schenken uns die Platte immer gegenseitig zu unseren Geburtstagen?”

Schlagartig erhellte sich Rufus’ attraktives Gesicht und Margie errötete leicht, als er sie das erste Mal anlächelte. Dieser Mann strahlte so eine wundervolle Wärme aus, dass es ihr ganz flau im Magen wurde. Sie schüttelte diese Gedanken schnell von sich, da sie eigentlich keinen Mann mehr so nahe an sich heran lassen wollte.

“Das ist ein perfekter Deal! Ich habe morgen Geburtstag! Jenny kann das beweisen!”

“Klar, ich war dabei... Scherz! Ja, Dad, dann kannst du dich ja endlich wieder freuen!”

Jenny strahlte und zwinkerte frech zu Dan. Dieser fragte sich, was seine kleine Schwester wohl vorhatte, und erkannte dies erst, als sie unbemerkt wieder zuerst zu Rufus und dann zu Margie schielte. Dan stöhnte auf und ihm wurde bewusst, dass Jenny die beiden verkuppeln wollte. Margie schien ja ganz niedlich zu sein, aber vielleicht sollte man da erst auch Rufus fragen?

Margie’s Pluspunkte bei Rufus wurden aber rasch wieder beseitigt, als sie ihm grinsend gestand.

“Und ich habe übermorgen, dann darf ich die Platte wieder ein ganzes Jahr lang behalten. Danke, Mr. Humphrey!”

Rufus knurrte wieder so bösartig, dass Margie lachen musste und Zoe und Jackie O. ihn regelrecht anhimmelten. Jenny war zu Dans Verwunderung nicht traurig über den erneuten Zusammenprall dieser so unterschiedlichen Menschen. Im Gegenteil, diese Frotzeleien zwischen ihrem Vater und Margie bewies ihr nur eins, was Jenny auch noch laut andeuten musste.

“Na na... Was sich neckt, das...”

“WIR LIEBEN UNS NICHT!”, erklärten sowohl Rufus als auch Margie richtig synchron und mit hochroten Gesichtern. Für Jenny bewies deren Verhalten nur das Gegenteil ihrer Beteuerung.
Margie räusperte sich und zu Rufus’ Freude stand sie auf und nahm ihre Hunde zu sich.

“Also... Vielen Dank für die Einladung. Ich muss jetzt gehen. Ich frage mich auch, was mit Lily los ist. Ja, ich werde sie gleich mal besuchen. Also, danke noch mal und tschüss!”

Rufus wusste nicht, welcher Teufel ihn plötzlich ritt, ob es am Kaffee lag, der vielleicht unter Drogen gesetzt worden war oder gar an den teuflischen Sprüchen seiner frühreifen Tochter.
Aber zu seinem und auch Margies Entsetzten packte er sie plötzlich und riss sie zu sich.
Margie schrie nicht auf, sie blickte einfach nur stumm in seine wundervoll liebevollen Augen und auch er war fasziniert von ihren tiefblauen und verletzlich wirkenden Augen.

Er zog sanft ihr zierliches Kinn an sich und küsste sie zuerst sanft auf die weichen Lippen. Margie’s Herz bebte in Stärke 9,9 auf der Richterskale und auch Rufus’ Männlichkeit zerriss ihm fast die Hose.
Schon lange nicht mehr hatte er eine Frau so sehr begehrt. Vielleicht waren es nur die Hormone - vielleicht aber auch - und das erschreckte ihn sehr - die ganz große Liebe.

Ehe er wieder einen Rückzieher machen konnte, schlang Margie ihre schlanken Arme um seinen Hals und küsste ihn feurig und leidenschaftlich. Ihre Zungen berührten sich und verschlangen sich fast im Taumel der wilden Gefühle. Dauerte der Kuss nur Sekunden oder gar eine Stunde? Sie wussten es beide nicht, als sie sich wieder voneinander lösten und sich verwundert anstarrten.

Margie war die Erste, die sich unangenehm berührt räusperte. “Sorry!”, war ihr letztes Wort, ehe sie ihre Hunde zu sich hoch nahm und aus der Wohnung flüchtete. Zoe und Jackie wimmerten ihrem neuen Freund Rufus noch hinterher.
Rufus berührte inzwischen mit einem Finger seine Lippen und konnte es kaum fassen, dass er ausgerechnet diese unverschämte Person geküsst hatte. Seine Gefühle fuhren Achterbahn und er wollte Margie dafür hassen, dass sie ihn so verwirrt hatte. Aber er konnte es nicht und zu Jennys Vergnügen hüpfte Rufus förmlich vor Freude durch die Wohnung. Noch nie hatte er einen süßeren Kuss geschmeckt und zum ersten Mal seit langem konnte er Lily wirklich vergessen....

**************************************************************************************

Am nächsten Tag...

Nach einem ungewöhnlich ruhigen Unterrichtstag ging Margalit Yaakov im strömenden Regen nach Hause. Sie war dankbar, dass sie in der Schule gerade weniger Stress hatte, ihr unglückseliger Streit mit Lily langte ihr vollauf.
Voller Wehmut aber auch mit leichtem Zorn erinnerte sie sich an den gestrigen Tag, als sie Lily besucht hatte.

*****************************************************************************

Chuck öffnete ihr mit einem warnendem Gesicht die Tür und mit der Bemerkung:

“Falls du unsere Mrs. van der Bass besuchen willst - bitte nicht ohne Bodyguard. By the way - bei deinem tollen Body bräuchtest du einen wie mich!”

“Komm zur Sache, Chuck! Ich will nur meine beste Freundin sprechen!”

Das war genau das richtige Stichwort für Lily gewesen, die im Nebenzimmer fluchte und tobte.

“Beste Freundin? Eine miese Verräterin und Lügnerin bist du!”

Ehe Margie etwas entgegnen konnte, gab Chuck wieder seinen Senf dazu.

“Wie du hörst, hat Madame wieder ihre Launen. Werden wohl die Wechseljahre sein...”

Das war zuviel für die aufgebrachte blonde Stiefmutter dieses kleinen Giftzwergs. Sie schmiss eine kostbare Porzellantasse nach ihm, er aber duckte sich geschickt, so dass diese an der Wand zerbarst.

“Du siehst, Margie! Lilian Bass hat definitiv nicht mehr alle Tassen im Schrank! Aber als Israelitin scheinst du ja Terror gewohnt zu sein. Viel Spaß! Ich vergnüge mich derweil mit Beobachten von Mr. Archibald und seinen heimlichen Treffen mit Jenny!”

Chuck war leicht enttäuscht, dass Margie ein Gespräch mit “Furie” Lily lieber war als der neueste Gossip über die Teens. Andererseits bewunderte Chuck auch soviel Masochismus und der Teufel sollte gnädig zu Lily sein, denn wenn diese seiner neuen besten Freundin etwas antat - dann müsste sich sein werter Herr Vater bald mit ihr im Friedhof vergnügen, was eng werden würde...

Mutig wagte sich Margie in die Höhle der Löwin, die auch schon zu fauchen anfing.

“Was willst du hier? Mein Mann ist nicht zuhause und ICH stehe nicht auf offene Blusen!”

“Lily, ich verstehe wirklich nicht, wo dein Problem liegt? Was habe ich dir getan? Die kleine Szene bei den Humphreys war doch wirklich nicht so schlimm...”

“Und das sagt eine Person, die angeblich missbraucht wurde!”

Lily bemerkte in ihrer Wut nicht, wie verletzend sie war, was sich deutlich an der Mimik ihrer jungen Freundin zeigte. Margies sonst so sanften Gesichtszüge verfinsterten sich schlagartig. Sie konnte ihre Freundin beim besten Willen nicht mehr verstehen.

“Was heißt hier ANGEBLICH? Traust du mir ernsthaft zu, dass ich dich angelogen habe? Meinst du, ich denke mir solche Horrorgeschichten zum Spaß aus?”

Ungerührt über Margie’s Gefühlsausbruch schenkte sich Lily einen Martini ein. Natürlich bot sie Margie nichts zum Trinken an. Was erwartete diese Person von ihr? In Israel hatte sie sich noch ganz scheu und verängstigt gegeben und hier zeigte sie nun scheinbar ihr wahres Gesicht. Lily verkniff sich nur sehr schwer eine Beleidigung für Margie, das Wort “Schlampe” lag ihr deutlich auf der Zunge, sogar Margie konnte das erkennen, wenngleich Lily das nicht laut aussprach.

“Margalit, hör auf mit deinen Lügen! Niemand, der wirklich missbraucht worden ist, benimmt sich so schäbig! Hast du nichts besseres zu tun, als mich zu nerven? Ach übrigens, wie viel bezahlt dir Rufus?
Oder machst du es ihm beim ersten Mal umso.. Auuu!”

Lily rieb sich mit schmerzverzerrtem Gesicht die Wange, Margie hatte ihr tatsächlich eine Ohrfeige gegeben. In dem Moment wurde beiden Frauen deutlich gewahr, dass ihre Freundschaft zerbrochen war.

“Ich weiß nicht, warum du dich hier wie eine Irre aufführst, Lily! Aber ich lasse mich nicht beleidigen! Es ist mir nun auch egal, was du glaubst und was nicht. Ich weiß, was ich durchgemacht habe. Und wenn DU mit deinem Leben nicht fertig wirst, ist das nicht mehr mein Problem! Übrigens: Kümmere dich lieber um Bart, Chuck und deine Kinder - anstatt um einen Mann, den du nie zu schätzen wusstest!”

Mit diesen Worten ließ die zornige junge Jüdin ihre ehemalige Freundin stehen und verließ fluchtartig die Wohnung. Scheinbar war und blieb es ihr Schicksal, immer flüchten zu müssen.
Lily hingegen warf wütend ihr Glas gegen die Wand und erschrak im nächsten Moment über sich selbst.
Warum nur machte ihr das Verhalten von Margie und Rufus so zu schaffen? Sollte sie nicht wirklich dankbar sein über ihre neue Familie anstatt der elenden Vergangenheit hinterher zu trauern?

Lily beschloss, sich erst mal eine Auszeit von diesen Personen zu geben. Ihre Kinder waren fast erwachsen und konnten gut einige Wochen ohne sie auskommen. Lily lächelte und freute sich auf Barts überraschtes Gesicht, wenn er sie in seinem Hotelzimmer entdeckte. Lily wollte ihm gleich morgen hinterher reisen und ahnte nicht, dass dies eine Reise ins Unglück werden sollte...

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Re: "Der Rocker, der Teufel und der Engel"

Beitrag von chairruly am Di 13 Mai 2008, 22:23

Ich lese es immer matty,, ich liebe deine storys echt,,
ach ja habe dir was hinterlassen im cw tread in dem anti ruly hier dem aaaaaah rufus and lily shouldnt not together look, i hope du liest das Sad

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Re: "Der Rocker, der Teufel und der Engel"

Beitrag von Naama am Di 13 Mai 2008, 22:27

sorry, aber ich bin grad zu down... überall nur ärger und jetzt auch noch in meiner ehemaligen lieblingsserie und ehemaligem lieblingsforum...

zu den stories hier: diese werd ich sicher weiterschreiben, wenn auch im anderen forum, wird ja hi wie dort nicht gemocht, also...
ich darf bis zum we nix schreiben, sonst lass ich lily hier noch sterben :roll:

die andere, wedding break, ist beendet - und gar nicht mal so schlecht für rulyfans

ich brauch erstmal n break, verzeihung No

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